Regattaberichte

Der Baltic Cup vom 13.05 bis 19.05.2017 ging dieses mal in die dänische Südsee.

 

1. Tag

Gestartet wurde am 14.05 von Heiligenhafen aus bei wenig Wind Richtung Bagenkop auf Langeland. Leider schlief der Wind unterwegs komplett ein, sodass die Wettfahrt abgebrochen wurde. Dafür entschädigte perfekter Sonnenschein und Freibier die Segler am Abend.

2. Tag

Am nächsten Tag war der Wind ebenfalls nicht sehr ausdauernd, daher sollte zweimal ein Dreieckskurs vor Bagenkop gefahren werden. Da der Wind abflaute und es bis Mommark, dem Zielhafen für diesen Tag, dann doch noch ein Stück ist wurde die zweite Wettfahrt mit Ziel Richtung Mommark gestartet. Als auf der Kreuz der Wind langsam einschläft wird das Ziel an die Südpsitze Ærøs vorverlegt. Dann geht es unter Motor die letzten 14 sm nach Mommark zum leckeren 90 kg Span"ferkel" sowie den singenden Hafenmeister dieses kleinen Hafens.

 3. Tag

Der dritte Tag bringt Abwechslung: Wind! Aber auch Dauerregen... Es geht bei 6 Bft aus WestSüdWest auf die Kreuz nach Høruphav. Die beiden SCR 03 Yachten starten wieder gut, die Wetterbedingungen sind herausfordernd, draussen vor der Küste viel Welle, mehr Wind, unter Land weniger Welle und etwas weniger Wind. Nahe am Land bleiben mit kurzen Schlägen zahlt sich aus. Auf dem anschließenden Raumschotkurs mit hohen Wellen von der Seite sind die Steuermänner gefordert. Die Yachten geigen herum und es muss konzentriert Kurs gehalten werden. Nach einer sehr kurzen Pausen mit triefendnassen Segelklamotten, im Schiff herrscht zeitweise Aquaplaning-Gefahr, wird die zweite Wettfahrt gestartet. Zum Glück hört der Regen auf, leider wird der Wind auch weniger, 3 Bft. Die letzte Teilstrecke bis zum Ziel vor Høruphav geht es dann bei immer weiter abnehmenden Wind vor den Wind. Schmetterling oder Raumschotkreuz ist die taktische Entscheidung. Nach dem Zieldurchlauf wird flott in den schönen Hafen von Høruphav eingelaufen, die Bergfestfeier findet direkt nach dem einlaufen statt.
Nach der Siegerehrung ein kurzer technischer Umbau..... dann beginnt der Karaokewettbewerb. Jede Yacht hat eine CD am Samstag Abend erhalten, Jochen bekam das Lied "Skandal im Sperrbezirk" (Spider Murphy Gang) und Klaus bekommt "Ich will Spaß" von Markus. Auch einige andere Klassiker der letzten 40 Jahre Charts sind dabei, die Stimmung kocht, der ganze Raum singt bei allen Liedern mit. Danach wird bis zum frühen morgen getanzt. Die Regattaleitung war gnädig....erst um 9 Uhr 30 Skipperbesprechung.

4. Tag

Nach dem Bergfest, 4. Tag von Høruphav nach Schleimünde: Es werden 2 Wettfahrten gesegelt, die erste aus der Bucht von Kaegnas heraus an Høruphav vorbei Richtung Leuchtturm Falshoeft. Bei 1 bis 0 Bft wird die Schwachstswindregatta gestartet, unter Schmetterling wird die erste Bahnmarke angesteuert.
Die "Be Happy" legt einen Nullstart hin und baumt direkt nach dem Am Wind Start auf dem Vorwindkurs die Genaua aus. In Ihrer Startgruppe an der Spitze, überholt Sie noch mehrere Yachten die früher gestartet waren. Dann entschied die Regattaleitung eine Bahnverkürzung. Super Entscheidung. ...
Nach der Bahnverkürzung fuhren alle Yachten unter Motor Richtung Leuchtturm Falshoeft. Dort sammelten sich alle zum Start für die zweite Wettfahrt Richtung Schleimünde. Es geht zuerst auf einen Kreuzkurs, anschließend ein Halbwind-Kurs, der letzte Schlag ist ein Amwind Kurs. Wieder bei beiden SCR03 Crews gute Starts, die "Elise" ersegelt mit Marijke amSteuer eine sehr gute Platzierung. Die "Be Happy" startet gut, wird aber auf der Regattabahn langsam nach hinten durchgereicht. Im Hafen von Schleimünde wird Platz zum anlegen gefunden, eigentlich aussichtslos, aber es passte doch immer noch eine Yacht mehr hinein. Auch die Variante Heck an Heck in einer Box wurde mehrfach praktiziert. Auch die beiden SCR03 Yachten liegen heute Nacht kuschelig hintereinander.

5. Tag

Der letzte Tag begann mit der Auflösung des beachtlichen Hafenknäuels im Hafen von Schleimünde. Vor der Schleimündung wird die Startlinie aufgebaut, der Regattakurs führt einmal um das Sperrgebiet zwischen Schleimünde und Damp. Zuerst geht es bei 3 Bft auf die Kreuz. Auf dem Weg nach Süden entlang der Ostseite des Sperrgebietes fühlen unvermittelt alle Teilnehmereinen angenehmen heissen Windhauch. Die Freude über dieses Ereignis führt aber leider schnell zu Stress an Bord. Der Wind dreht um fast 90 Grad und schläft dann fast komplett ein. Kurioserweise ist in der Höhe der Windmessanlage an der Mastspitze der Wind 30 Grad raumer als an Deck und noch viel wichtiger, in den Segeln. Es wird heftig diskutiert, warum bei 60 Grad Windwinkelanzeige die Genua einfällt.
Für alle Yachten die weiter östlich stehen führt die Strömung dazu, dass diese Yachten fast zurück fahren trotz vieler Kreuzschläge. Die Yachten die zu diesem Zeitpunkt nahe am Sperrgebiet sind bekommen früher den "neuen" Wind und können jetzt bei ca 6 bis 7 Knoten Bootsgeschwindigkeit direkt zum nächsten Wegepunkt fahren. Das sehen die dahinschleichenden Teilnehmer und können ihr Unglück kaum fassen. Die Windgeschwindigkeit nimmt wieder auf 4 Bft in Böen bis 5 Bft zu, der letzte Schlag ist ein Halbwind bis Raumschotkurs mit richtig guter Bootsgeschwindigkeit.
Nach einer Stunde Pause wird die 2. Regatta des Tages gestartet. Ein unkomplizierter Kurs von 183 Grad direkt von Schleimünde nach Damp. Der Wind hat auf Südwest gedreht, es ist jetzt ein Amwind Kurs. Auf 5,5 sm sind die Chancen zu überholen sehr gering, allerdings für den Steuermann und den Grosschottrimmer anspruchsvoll, es muss aufmerksam und aktiv gesegelt werden. Böen von 5Bft kommen immer wieder und geben bei guter Trimmarbeit ordentlich Speed. Zieldurchfahrt kurz vor Damp, dann einlaufen und schick machen für die Abschlussfeier und Siegerehrung.

Ende

Jetzt wird es spannend, die Endresultate der Regattawoche werden verkündet. Für die SCR 03 Crews mit folgenden Platzierungen:
"Be Happy" in der Startgruppe 10ter und in der Gesamtwertung 17ter..... noch viel Luft nach oben, leider. "Elise" in der Startgruppe 4ter und in der Gesamtwertung auch 4ter. Ein Top-Ergebnis und Motivation für die nächste Regatta.

Das Fazit des Baltic Cups 2017, wieder viele tolle Kontakte mit anderen Seglern, Wetter von kalt bis warm und von Regen bis Sonnenschein. Mal viel, mal wenig Wind, das eine oder andere Mal vom Wind zuviel, oder zu wenig. Die Organisation top und tolle Häfen mit viel dänischer Idylle. Seglerisch herausfordernd aber auch super entspannend.

 

 

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