Regattaberichte

Die 25. Hessenregatta brachte ein super Ergebnis: Der SCR 03 hat den Hessencup ersegelt !!! Der HESSENCUP ist ein Wanderpokal, der seit 1997 anlässlich der Hessenregatta auf der Ostsee vergeben wird. Nach 2001 für den TV Hassloch ist dies erst das zweite Mal, dass ein Rüsselsheimer Verein den Hessencup gewinnt und das erste Mal für den SCR 03!
Der SCR 03 war mit 4 Schiffen vertreten.
In der Startgruppe B: Die Benzi Blue (GibSea 96) geskippert von Jochen Göbel und die Blue Lady (Bavaria 40 Cruiser) geskippert von Klaus Kraft.
In Startgruppe E: Die Long John Silver (Elan 37) geskippert von Stefan Kämmerer und die Tha's Life (Delphia 40.3) geskippert von Heiko Heese.

Hier die Berichte des Regattablog-Teams um Heiko, Klaus, Jochen, Mathias und Stefan vom 1. und 2. Tag der Hessenregatta. Danach war der Pokal wohl so nah, dass keine Zeit mehr zum schreiben blieb.

1. Tag: Von Burgtiefe nach Gedser

Früh mußten die Crews raus aus den Federn. 6 Uhr wecken. Frühstück. Um 8 Uhr ging es raus zur Regattabahn. Die Benzi Blu mit Skipper Jochen geht als 1. Boot über die Startlinie. Mathias fährt wie gewohnt die besten Starts.Leider konnte auf der Bahn bis Gedser der Startvorsprung nicht gehalten werden, so das ca. 4 sm vor der Zieltonne der Wind einschlief und Geschwindigkeiten von 1-1,5 kn am Ende nur zum 10. und letzten Platz in der Gruppe reichte. Umgekehrt hatte die Blue Lady den Start verpennt. 1 Minute zu spät an der Startlinie. Doch nach bereits 1 sm fuhr die Crew das Boot durch das Feld auf den Rang 4. An den Südostecke von Fehmarn, Staberhuk Ost, konnte sich das Boot auf den 1. Rang segeln. Dieser Vorsprung konnte bis Gedser ausgebaut werden und die Crew um Klaus, mit der Blue Lady ging als 4. Boot von allen 76 Booten und als 1. der Gruppe B (10Boote) durchs Ziel.

Die „Long John Silver“ mit Skipper Stefan, der heute den Start gefahren hat, fuhr ein einsames Rennen. Kurz nach dem Start segelte sich die Crew, durch eine Wende nach Süden frei um nach einer Meile dann den Kurs nach Osten zu wenden. Vor Staberhuk Ost musste dann noch eine Wende gefahren werden. Die Crew segelte zu viel Höhe und verschenkte dadurch den Speed. So das es am Ende nur zum 6.Platz von 10 Booten reichte.

Heiko steuerte die  „That’s Live“ Richtung Start, allerdings viel zu früh an der Linie, fuhr er kurz davor noch einen Halsekringel, um so einen Frühstart zu vermeiden. Als 4. ging er dann auf die Bahn. Ein anderes Boot im Lee der Thats Live konnte mehr Höhe laufen und so blieb Heiko nur eine frühzeitige Wende übrig, um sich Raum und freien Wind zu verschaffen. Im weiteren Verlauf wurde durch einen rechtzeitig erkannten Winddreher eine günstige Luvposition ersegelt. Diese Konnte über die gesamte Distanz gehalten werden, so dass am Ende für Heikos Crew ein 1. Platz nach berechneter Zeit erreicht wurde.

Bei unglaublich schönem, warmen Wetter gingen wagemutige Crewmitglieder der That’s Live und der Blue Lady in der Ostsee, bei 11 Grad Wassertemperatur schwimmen. (Hier bekommen die Autoren Gänsehaut……)

Alle Boote liegen in Gedser im Päckchen zusammen, was doch eher selten vorkommt. Und.. Schlechter Tag für Federvieh: Auf allen Booten gab es Speisen mit Geflügel. Alles in allem ein ansehnliches Ergebnis für den SCR am ersten Tag. Morgen sollen die Winde noch etwas nachlassen. Schaun mer mal. 23:30 ab in die Kiste.

2. Tag: Von Gedser nach Stubbeköping

Gestern Abend und heute Morgen haben sich die 4 Regattaskipper zusammengesetzt und Wetterinformation ausgetauscht. Leider erhöht die Anzahl verschiedener Wetterberichte nicht die Wahrscheinlichkeit das tatsächliche Wetter zu erfahren. Von Südwind bis Nordwind war einiges vorhergesagt, Komisch...... doch das sollte im Verlauf des Tages noch alles zur gleichen Zeit eintreffen...

Also klassisch: Wie immer Wetter anschauen vor Ort wenn die Regatta losgeht.

Und... es wurde ein Spikurs vom Start bis zur Tonne Trindelen. Manche Crew hatte alles vorbereitet, einige Crews versuchten das Wetter zu ignorieren, um dann doch kurz vor dem Start den Spi vorzubereiten. Um aber doch mit Groß und Genua zu starten. Schnell mal  die Crew verwirrt, man (Skipper) muss immer mal testen wie flexibel seine Crew ist.Viel leicht kann man ja auch den Gegner damit verwirren.

Die Starts verliefen mehr oder weniger Regelkonform. Es gab Starts die auf den Punkt geklappt haben, Jochen musste wegen Frühstart nochmal an der Startlinie zurück.
Der Wind war alles andere als konstant, ein Teil der Regattaflotte parkte auf dem Weg zur ersten Bahnmarke ein. Ab der Tonne Trindelen ging es dann auf eine Am-Wind-Kreuz. Auch hier sorgte ein sehr wankelmütiger Wind für die grosse Zerstreuung des  Regattafeldes.

Die Windstärke ging von 4 bis 15 Knoten. Der Zieldurchlauf und auch die Flautenlöcher waren Stresstests und kosteten einige Nerven. Heiko und seine Crew mussten sich die Zieltonne länger als gewünscht erstmal nur anschauen. Nicht zeiten, dazu war dann noch mal ein Kreuzschlag nötig als der Wind zurückkam, allerdings aus der falschen Richtung. Dafür haben wir den Wettfahrtleiter Manfred Iffland auf dem Regattaboot fast auf Handschlaglänge besucht, Die Wende war vor seiner Nase, ob er Angst um sein Boot hatte... wir werden es wohl nie erfahren.

Klaus ging als circa 13ter von allen Yachten über die Ziellinie. In der Gruppe wird die Yacht Blue Lady mit der Crew von Klaus wahrscheinlich Gruppen-Erster.
In der Gruppe von Heikos und Stefans Crew gab es mehrere Führungswechsel auf dem Spikurs und der Am-Wind-Kreuz. Beim Zieldurchgang war Stefan Gruppenzweiter und Heiko Gruppenvierter. Die Ergebnisse sind aber noch unter Vorbehalt, bis jetzt, 23:45, gibt es noch keine Endergebnisse. Jochen lag mit vielen anderen Yachten des Teilnehmerfelds in einem Flautenloch und musste leider die Wettfahrt aufgeben.

Im Hafen von Stubbeköbing liegen die Hessenregatta-Teilnehmer wieder im Päckchen und das Hafenbecken ist gut gefüllt. Der Hafenmeister hat schon Grills angefeuert und Sitzbänke zum Essen aufgestellt. Auf dem Kai wimmelt es von Menschen, auch Dänen sind da um den Trubel in ihrem Hafen zu bewundern. Presse ist auch vor Ort, es ist ja die Jubiläums-Regatta. Nach einer schnellen Steuermannsbesprechung der morgigen Wettfahrt startet der noch gemütlichere Teil. Auf der Blue Lady wird die Disco eingerichtet, es wird getanzt und gesungen. Der Hafen wird beschallt und die Stimmung ist ausgelassen.
Um 23:00 wird die Lautstärke runtergefahren, bald ist Nachtruhe.

Morgen früh ist wecken um 5 Uhr, der Weg zum Start dauert eine Stunde, dabei wird gefrühstückt und die Backschaft gemacht. Auf der Blue Lady wird noch Ski-Gymnastik gemacht. Der Skipper will auch Spi-vorbereiten abfragen. Mal sehen wie die Belohnung für richtige Antworten aussieht.... Wers weiss , darfs dann auch machen. WIe heute, Spi shiften bis der Arzt kommt.... der Skipper testet gerne seine flexible Crew.

Die nächsten Tage in der Zusammenfassung:

3. Tag: Von Stubbeköping nach Warnemünde. Bergfest zum ersten Mal im Lokschuppen. 4. Tag: Ruhetag in Warnemünde. 5. Tag: Von Warnemünde nach Grömitz. 6. Tag: Von Grömitz nach Fehmarnsund.

Liste aller Crewmitglieder:

Benzi Blue: Jochen Göbel, Mathias Grundschöttel, Manfred Elsener, Oliver Rosenthal
Blue Lady: Klaus Kraft, Marcus Höpp, Marijke Jacobs, Peter Knoob, Catrin Raane, Elizabeth Washington
Long John Silver: Stefan Kämmerer, Robert Kolar, Jens Kraft, Marcus Seidel, Alexander Welter
Thats Life: Heiko Heese, Julian de Mos, Tim Kilchenmann, Max Raane, Michael Sauter, Ulli Zimmer

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