Törnberichte

Segeln in Griechenland – „Skiathos“

Törnbericht von der Segelyacht Symi - Montag 17. Sept. bis Montag 24. Sept. 2018

Unsere Crew: Bernd und Britta, Andrea und Dietmar, Sabine und Peter, Heike und Reimund – "die Neuen".

Crew der Symi Skiathos 2018

17. September 2018

Mitten in der Nacht, also um 2.35 Uhr werden wir mit dem Bus abgeholt. Bernd chauffiert uns an den Flughafen, Caspar übernimmt den Bus und fährt leer zurück. Einchecken etc. ging ohne Probleme, ruckzuck hatten wir alle Gepäckstücke abgegeben und es geht Richtung Abflughalle, der Flieger geht um 5.10 Uhr pünktlich in die Luft. Nach einem ruhigen Flug landet der Flieger sicher gegen 8.30 Uhr griechischer Zeit auf Skiathos. Weiter geht es mit dem Taxi in die Taverne „Fresh“. Hier gibt es Kaffee, ein kleines Frühstück und das erste Bier. Ein Teil unserer Crew geht in den nahegelegenen Supermarkt einkaufen. Die Freude ist riesig, wir können schon um 12.30 Uhr an Bord.

Unser diesjähriges Segelboot hört auf den Namen „Symi“.

SY Symi

Die Kajüten werden bezogen und um 13.50 Uhr hat Bernd die SCR 03 Fahne gehisst.

Wir legen um 15.30 Uhr ab und segeln, nur mit dem Vorsegel, in Richtung Neo Klima und machen dort gegen 17.45 Uhr fest. Wir gehen später dort in die uns bekannte Taverne essen, es mundet uns. Der Tag war lang, doch wir halten durch. Um 0.00 Uhr stoßen wir auf Brittas Geburtstag an und verkrümeln uns anschließend in die Betten, der Tag war lang.

Abendstimmung in Neo Klima

18. September 2018

Ausgeschlafen, starten wir den Tag mit einem gemütlichen Frühstück, wir besprechen die Route und gegen 11.30 Uhr geht es los. Wir können unter sehr guten Wind segeln und landen gegen 15.30 Uhr in der Bucht Votsi-Alonnisos, dort haben wir den Anker geworfen und das Boot mit Landleinen gesichert.

Angekommen in Votsi auf Alonnisos

Die Überfahrt war sehr ereignisreich, Britta, Sabine und Andrea haben sich mit Reisetabletten gedopt, was das Überschütten nicht ausgeschlossen hat. Nach einer erfrischenden Badezeit haben wir uns schick gemacht und sind per Dinghi an den Strand gefahren, dort haben wir verschiedene Restaurants gewittert. Wir stoßen nochmal auf Britta neues Lebensjahr an.

Taverna in Votsi auf Alonnisos

19. September 2018

Nach unserem gemeinsamen Frühstück starten wir nach Patitirie, dort machen wir gegen 11.35 Uhr fest.  Britta und Sabine gehen noch kurz Brot und Hackfleisch shoppen, dann geht es um 12.50 Uhr weiter. Wir landen in der Bucht Skantzoura und machen dort für diesen Tag um 15.40 Uhr fest. Eine schöne einsame Bucht, wir ankern und zum ersten Mal für alle wird der Heckanker benötigt und ausgeworfen.

Skantzoura auf Patitirie

Sabine und Heike schwimmen an einen nahen schönen kleinen Sandstrand, was sie dort finden ist reichlich angespülter Plastikmüll ☹.

Um 19.00 Uhr essen wir lecker Spaghetti Bolognese an Bord, dann heißt es Zähne putzen und ab ins Bett. Alle sind aufgeregt, wir machen eine Nachtfahrt, Ziel - Skyoros, Linaria Port.

20. September 2018

Es wird spannend!! Um 1.45 Uhr sind alle wach, wir rüsten uns aus, d.h. ausreichend warme Kleidung, Schwimmwesten,den Lifebelt ziehen wir über.

Bereit zur Nachtfahrt nach Skyros Linaria Port

Es wird gewerkelt, die Landleine wird gelöst, Heckanker und Frontanker hochgezogen. Alles klappt ohne Komplikationen. Heike kocht währenddessen frischen heißen Kaffee, den wir gut gesichert in der Küche platziert und letztendlich dann doch vergessen haben zu trinken.

Kaffee kochen für die Nachtfahrt nach Linaria Port auf Skyros

Um 3.00 Uhr sind wir abfahrtbereit, wir verlassen unter sternenklarem Himmel die sichere Bucht und fahren aufs Meer hinaus. Um 3.15 Uhr setzen wir die Segel und los geht es in die dunkle Nacht. 

Wir haben Schichten eingeteilt ….

  1. Schicht Bernd und Andrea
  2. Schicht Britta und Peter
  3. Schicht Sabine und Reimund
  4. Schicht Didi und Heike

Theoretisch war das ein guter Plan, aber alles Quatsch. Wir waren so voller Euphorie und unter Adrenalin, dass wir allesamt durchgehalten haben und die Nachtfahrt gemeinsam genossen. Peter hat uns unermüdlich und sicher durch die Weltmeere geschippert. Die letzten Seemeilen sind wir in den Hafen von Skyros - Linaria Port unter Motor eingefahren, da es um die vor uns liegenden kleinen Inseln doch mit der Wasserhöhe etwas eng wurde. Schön war es, dass wir von unseren Mitseglern, Hans-Hermann und seiner Crew am frühen Morgen um 8.00 Uhr schon herzlich empfangen wurden.

Angekommen Linaria Port auf Skyros

Wir frühstücken an Bord und gehen nach und nach unter Deck und legen uns ab, die Nacht hing dann doch arg in den Knochen. Während der Fahrt lief alles gut, kleine Undichtigkeiten bei den Mädels hat es gegeben. Falsch! Heike ist ein Seebär – keinerlei Ausfälle. Bis zur Mittagszeit haben wir ein wenig geruht und nun folgt eine frische Dusche.  Die erste Dusche seit Tagen mit Frischwasser . Das Zauberwort für die Dusche lautet: 11xx22#.

Großes Pech für Michael vom Nachbarboot, die Crew hat sich Motorroller ausgeliehen und hat die Insel erkunden wollen, kurz nach der Abfahrt stürzt Michael und muss mit 3 Stichen am Kinn im Krankenhaus genäht werden, weiter hat er sich einige Schrammen zugezogen.

Abends sind wir dann per Taxi in das Städtchen Chora Skyros gefahren, süßes kleines Städtchen.

Chora auf Skyros

Wir haben eine kleine putzige Taverne gefunden und dort lecker gegessen. Es gab Ziege! Didi hat auf das Boot aufgepasst bzw. hat mit Magen-Darm geschwächelt. Schlimm! Er trank sogar warmes Bier – das heilt.

21. September 2018

Nach einem gemütlichen Frühstück legen wir gegen 10.30 Uhr ab und fahren unter Segel chillig übers Meer rund um die Insel Skiropoula.  Nach einem kurzen Wellenritt sind wir dann um 12.25 Uhr in einer schönen Bucht gestrandet.

Hier findet unser Ankermaat sein Königinnenreich.   Mit Krone und Zepter wird es auf den Namen  „Sir Taki“   getauft. 

Skiropoula oder "Sir Taki" Königinnenreich des Ankermaats

Heike bereitet uns, wie an fast jedem Tag, lecker Schnittchen in der Bordküche zu. Gegen 14.30 Uhr starten wir den Rückweg und segeln zurück nach Linaria Port, dort kommen wir gut erholt um 17.30 Uhr an. Später gehen wir von Bord und finden mit nur wenigen Schritten ein Fisch-Restaurant, hier gibt es für jeden Geschmack etwas zu Essen. Mhhmm… das war doch was… die Ziegen von Peter und Reimund waren der Reinfall, im Vergleich zu der am Abend vorher. Nix als Knochen und noch weniger Fleisch. ☹

22. September 2018

Heute sind wir früh unterwegs, wir haben ne lange Strecke vor uns, es geht in Teilstrecken zurück in Richtung Skiathos, das Wetter ist gut, es windet, aber alles im Rahmen. Nach einem schnellen Frühstück – Selfmade aus der Hand – geht es um 8.25 Uhr los.

Selfmade Frühstück aus der Hand -Auf dem Weg nach Limnonari

Wir fahren erst mal raus. Didi hat heute die ehrenvolle Aufgabe abzulegen, als angehender Commodore ( oder auch in der A-Siedlung bekannt als Lord Nelson ) schippert er uns aus dem engen, sturmumtosenden Hafen Linaria/Skiathos, aufs offene Meer hinaus - wir setzen die Segel. Lange währte sein Handeln nicht, Heike der Seebär scharrte so arg mit dem Füssen und riss ihm quasi das Ruder aus der Hand. 

Hermann und seine Crew haben eigentlich das gleiche Ziel, unterwegs biegen sie allerdings ab und fahren nach Neo Klima.

Über die ganze Fahrt haben wir einen super Wind bis gegen 15.00 Uhr, dann mussten wir per Motor weiter und landen in der Bucht Agnondas, hier bleiben wir nicht lange, es riecht nach verbrannten Wald, Busse standen parat und haben die Gäste von den Fähren abgeholt, außerdem gab es Wespen ohne Ende – nicht schön. Wir haben jetzt 17.45 Uhr und legen nochmal ab, fahren einmal ums Eck und finden eine wunderschöne Bucht zum Verweilen. In der Bucht Limnonari machen wir um 18.15 Uhr fest und schwofen auf dem Wasser hin und her. Es geht zum Schwimmen ins Meer, aber auch die Außendusche ist angenehm, vor allem wärmer als das Meer. Per Dinghi geht es an Land, dort gibt es doch wieder eine leckere Taverne. Heute hat es gut abgekühlt, aber der Himmel ist wieder sternenklar und schön anzuschauen. 

Abendstimmung in der Bucht Limnonari

23. September 2018

Nach einem gemütlichen Frühstück mit allerhand Wespen – die verfolgen uns – legen wir gegen 12.00 Uhr ab. Andrea durfte bzw. wurde ausgedeutet heute ans Steuer zu gehen – alles ging gut, das Boot hat souverän im Wind gestanden, die Segel haben nicht geschlackert.

Auf dem Weg nach Tsoungria

Sabine ist auch noch dran, Sie wendet das Boot zweimal im Wind – sah fast aus wie den Namen ins Wasser schreiben, Spaß . Bis 14.00 Uhr konnten wir den letzten Wind ausnutzen, dann haben wir unter Motor in die Badebucht Tsoungria erreicht. Alle trauen sich in die Fluten, heute ist das Wasser wieder angenehm warm. 

Gegen 16.15 Uhr geht es die Fahrt weiter in den Heimathafen Skiathos, dort machen wir um 17.00 Uhr fest.

Das Schiff wird ohne Mängel unsererseits übergeben. Wir packen und machen alles fertig für die Abreise am nächsten Tag, anschließend gehen wir nochmal ins Städtchen von Skiathos und finden ganz oben und schnuckelig gelegen die Taverne Alexandros. Nach kurzem verweilen auf dem Boot gehen wir schlafen, frühes Aufstehen ist angesagt. 

24. September 2018

Um 7.00 Uhr klingelt der Wecker, wir richten uns und verlassen das Boot, um 7.30 Uhr frühstücken wir noch gemeinsam in der Taverne „Fresh“, wo auch der Urlaub begann. 8.30 Uhr Abfahrt mit den Taxen an den Flughafen, um 10.50 Uhr griechischer Zeit hebt der Flieger Richtung Frankfurt ab und wir landen nach einem ruhigen Flug um 13.30 Uhr. Liebchen Nina holt uns alle Mann und Frauen ab und wir fahren in Richtung Rüsselsheim nach Hause.

Schön war es

Zurück in Skiathos

…jetzt warten wir auf den nächsten Törn!

 

Wir haben allerhand Seemeilen geschafft:

Skiathos - Neo Klima 7 SM
Neo Klima – Votsi-Alonnisos 25 SM
Votsi - Patiritieanschl. Bucht Skantzoura 17 SM
Skantzoura  - Skyros, Linaria Port 27 SM
Linaria Port – Bucht ohne Namen zurück nach Linaria Port 17 SM
Linaria Port – Agnondas weiter nach Limnonari 45 SM
Limnonari – Badebucht Tsoungria weiter nach Skiathos 19 SM
   
macht insgesamt 157 SM

Wichtige Anmerkung: 

Liebe Heike, tausend Dank für deine fantastischen gezauberten Leckereien an Bord, durch deine Seefestigkeit sind wir nicht kläglich verhungert.

Ebenfalls vielen Dank an Andrea Bihn für den Törnbericht!

Den Törnbericht als pdf zum herunterladen gibts nochmals hier

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