Törnplanung
Auf dem Törn Rund Fünen. Crew Foto 2. Tag

 

Etappenberichte Rund Fünen von Hans und seiner Crew

Die Dänische Südsee wartet!

Wir wollen den Klassiker "Rund Fyn" segeln. Starthafen ist Heiligenhafen - ein eindrucksvoller Sonnenaufgang begrüßt uns nach der ersten Nacht an Bord der Mon Cheri. Wir, Skipper Hans, Co-Skipper Michael, Peter, Conny und Andreas freuen uns auf einen interessanten Segeltörn!

 

1. Tag: Heiligenhafen nach Bagenkop

Das Bunkern von Gepäck und Verpflegung wurde am Tag zuvor bereits zügig erledigt, sodass wir bereit zum ablegen sind. Auf der ersten Etappe geht es bei schönstem Wetter von Heiligenhafen nach Bagenkop . Nach 35 Seemeilen auf der Ostsee genießen wir den Abend auf Langeland in Dänemark.

2. Tag: Bagenkop nach Lohals

Beim Ablegen aus Bagenkop um 13:45 drückt der Wind uns mit Windstärke 5 Bft an die Pier. Mit dem „Elsflether Manöver“ kommen wir gut frei und verlassen den Hafen mit Ziel Spodsbjerg oder Lohals. Mal sehen wie schnell die SY Mon Cheri läuft. Nach dem Segel gesetzt sind gehen wir auf Kurs. Es sind 4 Beaufort vorausgesagt. Wir haben 5 Bft zunehmend. Die 2 Stunden Wachroutine bewehrt sich gut. Der Wind aus West legt zu und wir rauschen mit 7 Knoten dahin. Der Windmesser zeigt 33 Knoten in Böen bis 38 Knoten. Großsegel und Vorsegel sind zur Hälfte gesetzt. Um ca. 16:00 Uhr liegt Spodsbjerg bereits querab. Trotz 3 Knoten Strom gegenan im Langeland Belt. Wir entschließen uns weiter nach Lohals zu segeln. In Lohals machen wir um 20:45 Uhr im Fischereihafen fest. Der Segeltag mit Sonne und gutem Wind geht mit einem hervorragenden Abendessen zu Ende. Unser Smutje zaubert ein Cordon Bleu mit Spargel und Kartoffeln. Seefahrt kann so schön sein.

Für alle die sich gefragt haben was das "Elsflether Manöver" ist, hier die Erklärung (Für die Ungeduldigen: Eindampfen in die seewärtige Achterleine) und wo es seinen Namen her hat:

Es gibt in Hamburg-Elsfleth einen Hafen mit Traditionsschiffen, die sehr eng aneinander fest gemacht sind, teilweise im Päckchen. Wenn man nun mit einem Boot aus dem Liegeplatz raus will, muss man "quasi auf der Stelle" das Schiff raus drehen. Das Manöver geht wie folgt: Achterleine auf der seeseitigen Achterklampe belegen. Ruderlage voll zum Land hin einschlagen. Motor einkuppeln in Vorausfahrt. Durch die Hebelwirkung dreht das Schiff vom Land weg. Nach und nach Ruderlage in Richtung der gewünschten Wegfahrrichtung. Wenn man in entsprechender Position zum rausfahren ist: Achterleine los. Genial.

3. Tag: Lohals nach Ballen

Wir legen um 07:30 ab, um 07:50 werden die Segel gesetzt. Bei dem Wind Groß und Rollfock nur je 1/3 der Segelfläche. Das Wetter mit Wolken und Sonne verspricht einen guten Segeltag. Um 10:50 Uhr fahren wir unter der Große Belt Brücke durch. Immer wieder beeindruckend. Kurz schläft der Wind ein, aber nach ca. 30 Minuten kommt er wieder mit rund 6 Bft. Rasmus, dem Gott der See und des Windes, dem wir jeden Tag etwas Sherry opfern und für uns natürlich auch, ist uns gnädig. Die Stimmung an Bord ist bestens.
Um 18:30 legen wir in Ballen auf der Insel Samsö an. Und wieder geht ein guter Segeltag zu Ende!

4. Tag: Ballen nach Fredericia

Wir legen um 12:05 Uhr ab. Nachdem wir um uns zu erholen, etwas später aufgestanden sind. Nach dem Frühstück wird Proviant nachgebunkert. Natürlich für den Nachmittag die bekannten Dänischen Leckereien vom Bäcker.  Der Wind mit Stärke 5 kommt aus der Richtung wo wir hin wollen. Also ist Kreuzen angesagt... Der Wind legt zu auf 7 Bft, in Böen 8. Wir haben rechtzeitig gerefft. Nach einer gewissen Zeit gibt es keinen Sinn, weiter zu segeln. Wir bergen die Segel und der Jockel muss seinen Dienst tun. Brav. Wir wollen und müssen unser Ziel Fredericia zu einer akzeptablen Zeit erreichen. Schließlich machen wir um 21:10 Uhr fest. Zum Abendessen gibt es Gurkentopf Landfrauen Art. Dank an unseren Smutje, er gibt wahrlich sein Bestes!
Mal sehen, was uns der morgige Tag bringt.

5. Tag: Fredericia nach Assens

Wind aus W ist angesagt, mit 5 Bft in Böen bis 7 Bft. Wir wollen nach Assens, also Kurs durch den Kleinen Belt. Nach dem Ablegen zunächst Motorfahrt. Um 14:00 Uhr werden Segel gesetzt. Groß und Rollfock nur jeweils zu etwas weniger als einem Drittel. Ein solider Wind mit 7 Bft, in Böen bis 9 Bft, manchmal bis 10 Bft lassen unsere SY Mon Cheri durch die Ostsee rauschen. Die Bavaria 44 kann das Wetter gut ab. Wind und dabei Sonnenschein, die Welle ist moderat. Was will das Seglerherz mehr. In der Ansteuerung auf Assens fängt allerdings der Regen an. Oft so. Um 18:30 Uhr der verdiente Anlegerschluck.

6. Tag: Assens nach Ærøskøbing

Heute ist der Wind eher moderat. Wir legen  um 12:30 Uhr ab. Vorher standen noch wichtige Einkäufe auf unserer To Do Liste. Nach ca. 1 Stunde unter Motor, um unser Fahrwasser zu erreichen, werden die Segel gesetzt. Gemütliches Segelwetter mit Sonne und 3 - 4 Bft. Das Tagesziel ist Ærøskøbing, eine der malerischsten Städtchen in Dänemark. Um 19:30 Uhr legen wir in Ærøskøbing im alten Hafen an. Wir machen längsseits fest und genießen unseren Abend mit einen guten Abendessen.

7. Tag: Ærøskøbing nach Bagenkop

Um 12:30 Uhr legen wir ab und verlasen den Handelshafen von Ærøskøbing. Dort festzumachen war einfach stimmungsvoller als im Yachthafen. Der Wind kommt wieder aus der Richtung wo wir hin wollen. Unser Tagesziel ist Bagenkop. Der Dieselmotor schnurrt und wir fahren zunächst genau die Fahrrinne auswärts von Ærøskøbing raus. Mit Kurs 010° geht es in Richtung WP 283, also der Ansteuerung für die enge Fahrrinne in Richtung Marstal. Um 15:00 Uhr haben wir es geschafft und verlassen das Fahrwasser in Richtung Bagenkop. Um 16:30 Uhr legen wir an. Nach rund 20, 5 Seemeilen, teilweise unter Regen und leichtem Gewitter, gönnen wir uns einen ruhigen und erholsamen Ausklang des Tages. Der Hafen ist schon ziemlich voll. Ein Zeichen, dass Wochenende ist.

8. Tag: Bagenkop

Heute fahren wir raus um einige Sachen zu trainieren. Der Wind bläst mit 5 Bft. Die Sonne scheint. Ideale Bedingungen für unser  Vorhaben. Halse, Wende, Beidrehen, Beiliegen. Das Beiliegen nutzen wir aus um 14::00 Uhr Kaffee und Kuchen auf See zu genießen. Um 16:20 sind wir wieder im Hafen von Bagenkop. Morgen geht es nach Heiligenhafen. Der Törn geht leider zu Ende. Ein ganz herzlicher Dank des Skippers an die engagierte und motivierte Crew!

9. Tag: Bagenkop nach Heiligenhafen

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